Mo 28.09.
14:45
Kino
Arsenal
zu dem KalenderPanelteilnehmer*innen: Sukhpreet Kahlon, Mosa Mpetha, Moderation: Salma Siddique
Archive sind keine neutralen Informationsspeicher, sondern Quellen epistemischer und affektiver Umbrüche. Was aus dem Archiv hervorgeht, kann für die einen von großem kulturellem Wert sein, für andere hingegen toxisch, und nicht jedes kulturelle Erbe ist ein Geschenk, das mit Dankbarkeit angenommen wird. Wie gehen wir mit dem disruptiven Potenzial von Archiven um, ohne widerstrebende Erben zum Schweigen zu bringen?
Sukhpreet Kahlon ist Filmkuratorin und -kritikerin sowie künstlerische Direktorin des South Asian Film Festival of Montreal. In ihrer Doktorarbeit beschäftigt sie sich mit Filmsammler*innen und deren Sammelpraktiken, und ihre aktuelle Forschung befasst sich mit vergessenen Geschichten und Erzählungen des Films. Sie arbeitet als Beraterin für Museumsinitiativen, Filmarchive und Websites, die ihre Bestände bewahren und kontextualisieren. Sie hat das Buch Sone Chandi Ke Buth, eine Sammlung von Texten über Film von Khwaja Ahmad Abbas, mitübersetzt.
Mosa Mpetha ist Filmkuratorin für Filme von Schwarzen und afrikanischen Filmemachern sowie für Filme aus dem Archiv. Sie gründete Cinema Africa!, ein festes Programm im Hyde Park Picture House in Zusammenarbeit mit lokalen Diaspora Communities. Mpetha setzt sich für DIY-Austeller*innen ein, engagiert sich beim Scalarama Leeds Film Festival und betreut angehende Porgrammer*innen.Mpetha engagiert sich leidenschaftlich für die Erhaltung und den Schutz des afrikanischen Kulturerbes und vertreibt neu restaurierte afrikanische Filme. Außerdem entwickelt sie ihre eigenen kreativen Methoden zur Archivierung von Filmen.
Salma Siddique ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für South Asian Societies and Cultures, Humboldt-Universität zu Berlin. Sie ist Autorin des Buches Evacuee Cinema: Bombay and Lahore in Partition Transit, 1940–1960 (2022, Cambridge University Press). Derzeit arbeitet sie an ihrem zweiten Buchprojekt über Filmerlebnis, Anstößigkeit und Fandom im postkolonialen Südasien. Sie ist Hauptredakteurin bei BioScope: South Asian Screen Studies und Mitglied des Redaktionsbeirats von Film History.
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